Auf meiner Lohnsteuerbescheinigung steht bei 19 (Steuerpflichtige Entschädigungen und Arbeitslohn für mehrere Kalenderjahre, die nicht ermäßigt besteuert wurden - in 3. enthalten) ein Betrag.

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Gefragt 11 Feb von 9d885 Steuerfrage.de-Newcomer (120 Punkte)
Im meiner Lohnsteuerbescheinigung steht bei 19 (Steuerpflichtige Entschädigungen und Arbeitslohn für mehrere Kalenderjahre, die nicht ermäßigt besteuert wurden - in 3. enthalten) ein Betrag.

Wie muss ich das genau angeben? Als Arbeitslohn?
Kommentiert 11 Feb von e80f2 Steuerfrage.de-Newcomer (600 Punkte)
Entschädigungen und Arbeitslohn für mehrere Kalenderjahre, die nicht unter Anwendung der Fünftelregelung ermäßigt besteuert wurden, können in Zeile 19 an die Finanzverwaltung übermittelt werden. Dieser Arbeitslohn muss daneben im steuerpflichtigen Bruttoarbeitslohn laut Zeile 3 der Lohnsteuerbescheinigung enthalten sein. Die zugehörigen Steuerabzugsbeträge (Lohnsteuer, Solidaritätszuschlag und Kirchensteuer) sind in den Zeilen 4-7 enthalten. Das Finanzamt prüft in diesem Fall im Rahmen der Einkommensteuerveranlagung, ob die Fünftelregelung zur Anwendung kommt. Versorgungsbezüge für mehrere Kalenderjahre, die vom Arbeitgeber nicht ermäßigt besteuert wurden, können dagegen in den nicht amtlich belegten Zeilen vom Arbeitgeber ausgewiesen werden. Auch diese Beträge sind in Zeile 3 aufzunehmen, die zugehörigen Steuerabzugsbeträge (Lohnsteuer, Solidaritätszuschlag und Kirchensteuer) in die Zeilen 4-7.

So berechnet der Arbeitgeber die Lohnsteuer:
Zunächst zählt auch die Abfindung ganz normal als steuerpflichtiger Arbeitslohn, für die der Arbeitgeber Lohnsteuer einbehalten muss. In jedem Fall handelt es sich bei der Abfindungszahlung um einen sonstigen Bezug.Ihr Arbeitgeber muss bereits beim Lohnsteuerabzug die Fünftelregelung anwenden, wenn die Voraussetzungen hierzu in Ihrem Fall erfüllt sind (§ 39b Abs. 3 Satz 9 EStG). Er trägt dann die Abfindung getrennt vom übrigen Bruttoarbeitslohn nur unter Nr. 10 »Ermäßigt besteuerter Arbeitslohn ... und ermäßigt besteuerte Entschädigungen« Ihrer Lohnsteuerbescheinigung ein und Sie sind zur Abgabe einer Steuererklärung verpflichtet (§ 46 Abs. 2 Nr. 5 EStG).Wendet Ihr Arbeitgeber die Fünftelregelung nicht an, weil im Zeitpunkt der Abfindungszahlung die Voraussetzungen noch nicht erfüllt sind, trägt er die Abfindung zusammen mit dem übrigen Arbeitslohn unter Nr. 3 »Bruttoarbeitslohn ...« und ggf. unter Nr. 19 »Steuerpflichtige Entschädigungen ..., die nicht ermäßigt besteuert wurden – in 3. enthalten« der Lohnsteuerbescheinigung ein. Die Fünftelregelung wirkt sich dann erst mit der Steuererklärung aus, wenn die Voraussetzungen erfüllt sind.

Angegeben werden diese dann in Anlage N der Lohnsteuerbescheinigung. Es ist kein Arbeitslohn im herkömmlichen Sinne, sondern eher eine Einmalzahlung, Abfindung etc. die neben dem regulärem Arbeitslohn gezahlt wurde.

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Beantwortet 11 Feb von e80f2 Steuerfrage.de-Newcomer (600 Punkte)

Entschädigungen und Arbeitslohn für mehrere Kalenderjahre, die nicht unter Anwendung der Fünftelregelung ermäßigt besteuert wurden, können in Zeile 19 an die Finanzverwaltung übermittelt werden. Dieser Arbeitslohn muss daneben im steuerpflichtigen Bruttoarbeitslohn laut Zeile 3 der Lohnsteuerbescheinigung enthalten sein. Die zugehörigen Steuerabzugsbeträge (Lohnsteuer, Solidaritätszuschlag und Kirchensteuer) sind in den Zeilen 4-7 enthalten. Das Finanzamt prüft in diesem Fall im Rahmen der Einkommensteuerveranlagung, ob die Fünftelregelung zur Anwendung kommt. Versorgungsbezüge für mehrere Kalenderjahre, die vom Arbeitgeber nicht ermäßigt besteuert wurden, können dagegen in den nicht amtlich belegten Zeilen vom Arbeitgeber ausgewiesen werden. Auch diese Beträge sind in Zeile 3 aufzunehmen, die zugehörigen Steuerabzugsbeträge (Lohnsteuer, Solidaritätszuschlag und Kirchensteuer) in die Zeilen 4-7.

So berechnet der Arbeitgeber die Lohnsteuer:
Zunächst zählt auch die Abfindung ganz normal als steuerpflichtiger Arbeitslohn, für die der Arbeitgeber Lohnsteuer einbehalten muss. In jedem Fall handelt es sich bei der Abfindungszahlung um einen sonstigen Bezug.Ihr Arbeitgeber muss bereits beim Lohnsteuerabzug die Fünftelregelung anwenden, wenn die Voraussetzungen hierzu in Ihrem Fall erfüllt sind (§ 39b Abs. 3 Satz 9 EStG). Er trägt dann die Abfindung getrennt vom übrigen Bruttoarbeitslohn nur unter Nr. 10 »Ermäßigt besteuerter Arbeitslohn ... und ermäßigt besteuerte Entschädigungen« Ihrer Lohnsteuerbescheinigung ein und Sie sind zur Abgabe einer Steuererklärung verpflichtet (§ 46 Abs. 2 Nr. 5 EStG).Wendet Ihr Arbeitgeber die Fünftelregelung nicht an, weil im Zeitpunkt der Abfindungszahlung die Voraussetzungen noch nicht erfüllt sind, trägt er die Abfindung zusammen mit dem übrigen Arbeitslohn unter Nr. 3 »Bruttoarbeitslohn ...« und ggf. unter Nr. 19 »Steuerpflichtige Entschädigungen ..., die nicht ermäßigt besteuert wurden – in 3. enthalten« der Lohnsteuerbescheinigung ein. Die Fünftelregelung wirkt sich dann erst mit der Steuererklärung aus, wenn die Voraussetzungen erfüllt sind.

Angegeben werden diese dann in Anlage N der Lohnsteuerbescheinigung. Es ist kein Arbeitslohn im herkömmlichen Sinne, sondern eher eine Einmalzahlung, Abfindung etc. die neben dem regulärem Arbeitslohn gezahlt wurde.

Kommentiert 17 Mär von Anonym
völlig falsch,stattdessen:62018.97
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